Gestern war ich im Elektronikmarkt E. in einem örtlichen Combi-Supermarkt. Da mein Haartrockner wohl in Kürze seinen Geist aufgibt, dachte ich, es wäre an der Zeit, ein neues Gerät zu beschaffen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (>20 Uhr) war dieses Geschäft meine Wahl, um “nochmal eben schnell einen Haartrockner zu kaufen”.
Da das Geschäft eine recht überschaubare Größe hat, war die Auswahl auch entsprechend klein. Mein Blick fiel auf ein Gerät der Marke Philips. Die Besonderheit dabei war, dass das Gerät einen zuschaltbaren Ionisator besitzt. Als Nicht-Frisör konnte ich mit diesem Feature zunächst nichts anfangen und machte mich auf die Suche nach der Verpackung, um Näheres darüber in Erfahrung zu bringen.
Der Karton zum Produkt war leider nicht auffindbar, es gab offenbar nur das “Vorführgerät” (in Anführungszeichen deswegen, weil es keine Steckdose gab, die zum Vorführen notwendig gewesen wäre). Also fragte ich das Personal hinter dem Tresen (Werbeslogan im Netz: “Best of Beratung”), was denn ein Ionisator sei.
Kandidatin 1 versuchte, sich die Lösung zu erarbeiten. Zunächst suchte sie nach der Produktverpackung (ha!)… dann versuchte sie sich mit der Erklärung: “Das könnte ja eine Sicherung sein… gegen Wasser”. Mein Einwand, dass man eine Sicherung wohl nicht als “hinzuschaltbar” konstruieren würde, machte sie stutzig. Sie verschwand hinter ihrem Computer und tippe fleißig drauf los.
Mein Gedanke: Sie guckt vielleicht in einem Produktkatalog von E. nach. So eine Art Verkaufsunterstützung. Wäre ja sinnvoll. Aber nein: Ihr Hilfesystem war…. GOOGLE!
Währenddessen kam Kandidatin 2 ins Spiel: “Also, ich weiß nur, dass man dort auf einen Knopf drückt und dann heiße Luft rauskommt!” Anschließend zu ihrer Kollegin: “Ich geh mal eben zu Combi rüber.” Und verschwand.
Ob Kandidatin 1 sich die Lösung ergoogeln konnte, weiß ich leider nicht mehr, da ich den Laden verlassen habe. Während der Googelei kam ich allerdings schon selbst auf die Lösung: Der Ionisator soll die statische Aufladung der Haare verhindern. Für alle (verzweifelten) E.-Mitarbeiter hier die Link zum Wikipedia-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Ionisator