Hier bloggt Torsten Frank aus Wilhelmshaven

Allgemein

Warum Outlets für Wilhelmshaven ein Gewinn wären

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Die Peine GmbH plant, ein “Fabrikverkaufs-Projekt” (WZ-Ausdruck) entlang der Ebertstraße zu realisieren. Die Politik reagiert teils mit Zustimmung, teils mit zurückhaltender Meinung. Ich kann der Argumentation der Zweifler allerdings nicht ganz folgen.

Die Marktstraße und die Nordseepassage bluten derzeit aus – ohne Outlets. Wie lange steht das ehemalige C&A-Gebäude schon leer? Wie lange haben wir diesen hohen Leerstand in der Passage schon? Und ganz ehrlich: Handyläden und Bäckereien bereichern das Angebot in der Marktstraße nicht wirklich, sondern füllen nur die Geschäfte. Der Einzelhandel hat ein Problem, dass einerseits mit dem Kaufkraftindex von 96,5 zu tun haben wird (WZ vom 28.05.14), andererseits aber mit der wachsenden Mentalität der Menschen, Dinge flexibel im Internet zu bestellen.

Outlets dagegen sind Magneten für Auswärtige: Wer einmal in Bremen oder Wolfsburg die dortigen Outlet-Stores besucht hat, weiß, dass Menschen aus größeren Entfernungen kommen, um dort einzukaufen. Die Befürchtung, Kaufkraft würde aus der Innenstadt abgezogen, ist also eher fehl am Platze. Outlets sorgen dafür, dass zusätzlich Menschen in die Stadt kommen.

Zweitens: Die Achse KW-Brücke – Ebertstraße (mit den Outlets) – Innenstadt bietet eine interessante Möglichkeit, Menschen, die sich in Wilhelmshaven aufhalten, für weitere Dinge der Stadt zu begeistern. Entweder für den touristischen Aspekt mit der Maritimen Meile und deren Museen. Oder zu einem Spaziergang durch die Innenstadt. Hierfür ist natürlich ein sinnvolles Konzept aus Parkplätzen und Nahverkehrsangeboten erforderlich.

Der geplante Fabrikverkauf bieten also Chancen für Wilhelmshaven. Bitte umsetzen, schnell.

Viele Fragen bleiben heute offen

Eine Boeing ist in den Indischen Ozean gestürzt, viele Menschen sind ums Leben gekommen. Eine traurige Gewissheit, die die Angehörigen der Insassen des Fluges MH370 jetzt aus einer Pressekonferenz der malaysischen Regierung mitnehmen mussten. Für den deutschen Fernsehzuschauer ist das alles schwer fassbar und trotzdem oder gerade deshalb hat er ein gewisses Informationsbedürfnis. Ich habe versucht, meines bei der ARD zu stillen, dem Sender mit der vornehmlich wichtigsten Nachrichtensendung aus Deutschland. Die mediale Aufbereitung des Schicksals von Flug MH370 ließ dann aber doch zu wünschen übrig .

Es beginnt bei dieser Szene, bei 2:05min in dem oben verlinkten Video:

Screenshot: ARD Mediathek

Screenshot: ARD Mediathek

Der Tagesschau-Sprecher gibt ab an den Korrespondenten:

Weitere Einzelheiten jetzt direkt aus Kuala Lumpur von Norbert Lübbers.

Meine Erwartungen sind hoch. Was kann der Korrespondent berichten, der sich immerhin an dem Ort befindet, an dem die Pressekonferenz stattfand, bei der viele Menschen unter Tränen zusammenbrachen?

Lübbers Beitrag:

Viele Fragen, die bleiben heute offen in Kuala Lumpur.(…) Doch was genau an Board der Boeing 777 passiert ist (…) all das bleibt im Moment völlig unklar. (…) Im Moment scheint alles möglich. Das, was die Ermittler jetzt brauchen, sind belastbare Beweise, sie müssen die Blackbox oder Trümmerteile der Maschine finden. (…)

Mit anderen Worten: Fragen über Fragen, die authentischer wirken, wenn sie ein Korrespondent vor Ort stellt. Hier geht es nicht mehr um die Nachricht, sondern um die Dramaturgie der Präsentation. “Wir haben nichts Neues, aber wir müssen das sensationell verkaufen”, diesen Eindruck, den ich eigentlich nur von Nachrichtensendungen von Privatsendern kannte, gewinne ich nun erschreckenderweise im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

To whom it may concern…

Hallo, mein Name ist Torsten Frank und dies ist mein Blog. Ich schreibe hier über die alltäglichen Dinge, die einfach schriftlich fixiert werden müssen, damit in meiner Gedankenwelt Platz für neue Ideen ist.
Viel Spaß beim Lesen. Konstruktive Anmerkungen sind immer erwünscht, SEO-Kommentare werden gelöscht.
Anfragen nach Produktrezensionen sind willkommen. :)
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