Hier bloggt Torsten Frank aus Wilhelmshaven

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5 Dinge, die endlich mal geändert werden könnten

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Diese Dinge, aus dem Alltag, die einem immer wieder komisch aufstoßen: Manchmal kommen sie geballt hoch. Und man fragt sich: Wieso hat sich eigentlich noch niemand darum gekümmert? Als ich kurz darüber philosophiert habe, sind mir spontan 5 Dinge eingefallen, auf die das zutrifft:

1. Gelbe Säcke
… also known as: Das dünnste Material der Welt. Nein, gelbe Säcke sind noch viel mehr: das Material, das allein durch menschliche Beobachtung schon auseinander fällt, dürfte auf diesem Planeten einzigartig sein. Warum kann man diese Dinger nicht etwas dicker machen? Und wenn es nur eine Molekül-Lage ist?

2. Verpackungen von Kakao und Eiweißpulver
Ich glaube ja, dass die Konstrukteure von Getränkepulververpackungen viel Spaß bei der Arbeit haben. Sie stellen sich vor, wie die Kunden aussehen, wenn sie versuchen, mit Löffeln an das Produkt zu kommen. Diese Verpackungen sind immer so geformt, dass NIE die ganze Hand hineinpasst, ohne den Verpackungsrand zu touchieren. Beim Eiweißpulver wird man zum Kokser, beim Kakao zum Schornsteinfeger. Warum werden diese Verpackungen nicht flach und breit konstruiert?

3. Die Lage von großen Hosen und Socken in Bekleidungsgeschäften
Haben Sie mal darauf geachtet: Große (=lange) Hosen oder Socken für Menschen mit großen Füßen liegen in Bekleidungsgeschäften meistens wo? Genau, ganz unten! Dabei könnten doch gerade diese Menschen perfekt in höhere Regale greifen… rückenfreundlicher wäre es überdies auch.

4. Staubsaugerbeutel
Alles auf der Welt ist standardisiert: es gibt selbst eine Vorschrift, wie ich das Datum in einem Brief schreiben soll. Und doch, eines ist bisher bei der ganzen Vereinheitlichung vergessen worden: Staubsaugerbeutel. Es gibt sie in gefühlten tausend Variationen und nur in den seltensten Fällen treffen zwei wichtige Konditionen bei Einkäufen zu: a.) man weiß, welchen Staubsaugerbeutel man benötigt und b.) das Geschäft hat genau diesen Typ vorrätig. Ich fordere hiermit die sofortige Standardisierung von Staubsaugerbeuteln!

5. IKEA-Einkaufswagen
Haben Sie schon einmal versucht, einen IKEA PAX-Kleiderschrank auf einen IKEA-Einkaufswagen zu verladen? Ohne eine zweite Hilfsperson? Das Unternehmen birgt unerwartete Schwierigkeiten, selbst, wenn man auf Grund seines Muskeltrainingszustandes in der Lage ist, die einzelnen Kartons zu heben. Das Problem: Die IKEA-Einkaufswagen haben keine Rollenbremse. Sobald man das eine Kartonende auf den Wagen aufsetzt, beginnt dieser, lustig an der Regalwand entlang zu rollen. Solche Bremsen hat jeder Supermarkt bei Einkaufswagen, die eine Babyschale haben. Nur bei IKEA ist noch niemand auf die Idee gekommen…

Ja, sie können es

peppers

Nach dem verkorksten Krimidinner im Peppers im letzten Jahr hatte uns Betreiber Torsten Stump zu einer kleinen Wiedergutmachung ins Peppers eingeladen. Hier konnten wir uns von den ungetrübten Kochkünsten seiner Mannschaft ein Bild machen. Letztendlich blieb bei allen die Meinung zurück: Ja, sie können kochen! Warum das beim Krimidinner nicht geklappt hat, nun ja: Schnee von gestern.

Ich finde es schön, dass sich ein Wilhelmshavener Gastronom das Feedback seiner Kunden zu Herzen genommen hat. Dafür gibt es ein dickes Daumen hoch!

Die Kaufmannschaft muss kreativer werden

Fotoautomat im Bürgeramt, Outlet-Center in der Ebertstraße: Sofort meldet sich die Wilhelmshavener Kaufmannschaft zu Wort und hat Gegenargumente und Einwände. Nicht unberechtigt – ja, aber doch in dem Tenor, dass man lieber an Altem festhalten möchte, als Neues zu probieren.

Dies ist ein Weckruf! Wenn alles so bleibt, wie es ist, wird es den Bach heruntergehen! Heute noch shoppen die Baby Boomers bis zur Generation Y in unseren Geschäften. Diese Generationen haben noch eine gewisse Affinität zum Ort Wilhelmshaven, fragen vielleicht noch in den Geschäften, ob sie hier etwas bekommen. Doch was passiert, wenn diese Generationen älter werden und die Digital Natives nachrücken?

Gekauft wird heute im Internet, bei EBay, Amazon usw. An den Geschäften vorbei und meistens auch am Staat.

Die Umsatzanteile werden sich mit dem Generationenwechsel zugunsten des Internet-Handels verschieben. Die Wilhelmshavener Kaufmannschaft täte gut daran, sich auf diese Entwicklung mit entsprechenden Services einzustellen. Beispiel: Junge Familien, die – das Kind noch nicht geboren – ihre Erstausstattung suchen. An wen wenden die sich in Wilhelmshaven? Es fehlt an einem Berater, der diese Eltern an die Hand nimmt, ihnen aus der Erfahrung heraus sagen kann, was man zur Betreuung eines Kindes alles benötigt und sie idealerweise auch in ein Wilhelmshavener Geschäft führt. Gibt es das hier? Nein. Im Gegenteil. Versuchen Sie mal in Wilhelmshaven eine Wickelunterlage zu kaufen. Exakt zwei Geschäfte habe ich ausfindig gemacht, eines in der Marktstraße und ein Möbelhändler im Stadtnorden. In dem Geschäft in der Marktstraße hatte man exakt ein Modell. Sonderwünsche: nicht möglich! Bestellen im Internet als Service für den Kunden: Nicht möglich! Na, dann bestellt der Kunde doch selbst im Internet.

Bekleidungsgeschäft, Marktstraße. Ein Jackenmodell ist nicht mehr vorhanden. Nachbestellen? Geht nicht. Antwort der Verkäuferin: “Bestellen Sie doch im Internet.”

Eine Stadt mit stagnierenden bis sinkenden Einwohnerzahlen braucht mehr Innovationen. Allein auf den Angebotsmangel oder “nicht vorhandene Ankermieter” zu schimpfen, bringt nichts. Wenn die Menschen merken, dass sich die Kaufmannschaft mehr nach ihren Bedürfnissen richtet, kommen die Kunden, davon bin ich überzeugt. Ein weiter Weg, den hoffentlich viele Händler langsam einschlagen! Nicht nur für den Bürger und die Gewerbetreibenden, auch für den Staat wäre eine solche Entwicklung positiv, denn es sind die kleinen lokalen Geschäfte, die Gewerbesteuer zahlen und die Stadt und das Leben interessanter machen.

To whom it may concern…

Hallo, mein Name ist Torsten Frank und dies ist mein Blog. Ich schreibe hier über die alltäglichen Dinge, die einfach schriftlich fixiert werden müssen, damit in meiner Gedankenwelt Platz für neue Ideen ist.
Viel Spaß beim Lesen. Konstruktive Anmerkungen sind immer erwünscht, SEO-Kommentare werden gelöscht.
Anfragen nach Produktrezensionen sind willkommen. :)
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