Um mich sportlich ein wenig fit zu halten, jogge ich gelegentlich etwas. Bei Zeiten macht es mir auch Spaß, mich bei Laufveranstaltungen anzumelden, um ein Ziel für mich selbst zu setzen.
Ein solches Ziel ist z. B. der alljährlich in Wilhelmshaven stattfindende Gorch-Fock-Marathon. Als ziemlich untrainierter Läufer versuche ich aber höchstens auf der 10km Laufstrecke. ;-)
Was mich bei dieser (übrigens sehr gut organisierten) Veranstaltung allerdings stört, ist die Datensammelwut der Veranstalter. So heißt es im Kleingedruckten der Ausschreibung (die Schriftgröße ist mittels FONT-Tag auf Größe 1 gesetzt):

Außerdem erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden mit der Weitergabe seiner Daten zum Zwecke der Zusendung von Fotos, Ergebnissen und Informationen, die von einer vom Veranstalter beauftragten Firma oder Sponsor produziert werden.

(Hervorhebung von mir)

Im letzten Jahr habe ich diesen Passus doch glatt überlesen und war etwas verwundert, dass ich kurz nach dem Lauf gleich die erste Werbung einer örtlichen Lokalzeitung im Briefkasten hatte. Um mehr über die Sache zu erfahren, habe ich mich mit einem T5F an die Veranstalter gewandt.

Diese reagierten, wie soll ich das höflich formulieren,… irritiert über mein Anliegen. Das Schreiben schließt mit dem Satz:

Da wir das Einverständnis der Bestimmungen auch für 2009 voraussetzen, bitten wir ggf. einen Start für das kommende Jahr zu überdenken.

Ich finde es sehr schade, dass eine schöne Veranstaltung wie der Gorch-Fock-Marathon einen solchen negativen Beigeschmack erhalten muss. Ist es wirklich notwendig, die personenbezogenen Daten der Teilnehmer an Dritte zu übermitteln? Könnte man nicht auf diese zusätzliche Einnahme verzichten und stattdessen das Startgeld erhöhen (ich wäre zur Zahlung eines höheren Startgeldes bereit)?

One Response to Laufveranstaltungen als Datensammlung

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Kommerzielles (aber gut!)