Finanzkrise
Aus der Politik heraus wird in den letzten Wochen und Monaten immer wieder auf die Ratingagenturen geschimpft. Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Staaten und vergeben dafür einen Wert. Das ist eine gute Sache für alle, die jemandem Geld leihen wollen und sich nicht sicher sind, ob diese (juristische) Person kreditwürdig ist.
Im Zuge der Finanzkrise spielen die Ratingagenturen nun scheinbar ihre Macht aus: Sobald sich ein Rating ändert, reagieren die Finanzmärkte nervös, selbst wenn die Rating-Änderung gar nicht berechtigt ist oder gar gar nicht durchgeführt wurde. Aber wer hat denn die Agenturen in diese Machtposition gehoben?
Einerseits sind es die Gläubiger, die in ihren Entscheidungen scheinbar blind den Angaben der Agenturen folgen. Auf der anderen Seite sind es doch die Unternehmen und Staaten, die die Schulden gemacht haben. Dass das nun jemand bemerkt und mit dem Finger darauf zeigt, ist mehr oder weniger eine Aggregation und Veröffentlichung von Fakten. Man kann den Ratingagenturen allenfalls eine Sorgfaltspflicht aufbürgen. Aber Mißstände aufzuzeigen ist doch nicht ein Problem desjenigen, der sie feststellt. Vielmehr müssen die Verursacher handeln!
Und damit haben wir auch gleich die Handlungsanweisung zur Entmachtung der Ratingagenturen: Vertrauen schaffen bei den Geschäftspartner. Dies kann nur funktionieren durch Schuldenabbau. Und damit haben gleich wieder den Bogen nach Deutschland zur aktuellen Koalition aus CDU und FDP gespannt: Steuerentlastungen, gerade an der falschen Stelle (Hoteliers) oder nur mit minimalen Auswirkung für den Einzeln schaffen nur neue Schulden.
Wer sich schon immer einmal gefragt hat, was eigentlich auf dem US-Immobilienmarkt so falsch gelaufen ist, der wird hier von den Satrikern John Bird und John Fortune aufgeklärt (Englischkenntnisse erforderlich):
(gefunden bei Stefan Niggemeier)