foodwatch

Die Verbraucherorganisation Foodwatch deckt immer wieder kleine und große Werbelügen rund um unsere Lebens- und Genußmittelindustrie auf. Als Hightlight wird einmal im Jahr der Preis “Der goldene Windbeutel” für die beste schlimmste Werbelüge vergeben. Die Nominierten sind in diesem Jahr:

  • Beo Heimat Apfel und Birne: Eine Limonade ohne Apfel und Birne
  • Duett Champignon Creme-Suppe: Eine Tüttensuppe vom Sternekoch, extra teuer
  • Bertolli Gegrilltes Gemüse: Verbesserte Rezeptur durch mehr Aromastoffe
  • Monte Drink von Zott: Die Zuckerbombe für den Schulranzen
  • Der Gelbe Zitrone-Physalis: Das Wellness-Getränk mit viel Zucker, aber ohne Physalis

Die Nominierten kann man sich übrigens in einem kleinen Film noch einmal genauer anschauen:

Wer an der Wahl zum Goldenen Windbeutel teilnehmen will, kann dies direkt in diesem Formular tun:
Mehr Informationen unter www.foodwatch.de und www.abgespeist.de .

Wenn man sich als Verbraucher die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen anschaut, hat man häufig kein Gefühl dafür, ob der dort angegebene Wert eigentlich hoch oder niedrig ist. Mir geht es jedenfalls so. Klar: Man kann in Büchern nachlesen, Verpackungen anderer Produkte vergleichen. Aber mal ehrlich: Wer macht so etwas?

Die Verbraucherorganisation Foodwatch trommelt derzeit kräftig für eine Nährwertampel. In einer Infomail an Blogger bittet die Organisation darum, auf eine Mitmach-Kampagne aufmerksam zu machen:

In den nächsten Monaten wird die europäische Politik über die künftige Nährwertkennzeichnung entscheiden. Noch ist alles theoretisch möglich: Die Einführung der Ampelkennzeichnung, aber auch ihr europaweites Verbot. Denn die Lebensmittelindustrie möchte eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung verhindern.

Eine Ampelkennzeichnung ist bereits in Großbritannien eingeführt worden. Durch die farbliche Kennzeichnung (rot=hoher Gehalt, gelb=mittlerer Gehalt, grün=niedriger Gehalt) kann der Verbraucher leicht überblicken, ob etwa eine als Lebensmittel getarnte Zuckerbombe für die Tochter oder den Sohn überhaupt geeignet ist.

Ich finde die Aktion von Footwatch gut. Deshalb gibt es hier auch den Banner zum Mitmachen für alle:

abgespeist.de ist eine Initiative von foodwatch und will Anbieter anprangern, die mit Werbung lügen und zweifelhaften Nutzen von Lebensmitteln versprechen. Gewählt wurde jetzt der “Goldene Windbeutel 2009″: Der Preis für die dreisteste Lüge in diesem Business. Gewonnen hat Danone mit dem Produkt “actimel“. Zitat:

Jeder herkömmliche Naturjoghurt stärkt das Immunsystem ähnlich wie Actimel. Nur ist Actimel vier Mal so teuer und doppelt so zuckrig. Und vor Erkältungen schützt es schon gar nicht.

Interessant sind allerdings auch die anderen Nominierten. Man fragt sich mal wieder, was so alles im Essen & Trinken von der Lebensmittelindustrie versteckt wird. Mehr von foodwatch in diesem Video:

Kommerzielles (aber gut!)