
Blick auf den Sonnenaufgang an der Jugendherberge Alfsee
Blickt man auf die Beute, so wird schnell deutlich: ob nun ein Pfandbon im Werte von ein paar Euros oder eine Bulette mit zwei Brötchenhälften – hier geht es nicht um große Summen. Hier geht es einfach nur darum, unliebsame Mitarbeiter unter dem Vorwand des Vertrauensverlustes aus dem Betrieb werfen.
Diebstahl ist wahrlich kein Kavaliersdelikt – aber in diesem Umfange auch kein Grund, Mitarbeiter zu feuern. Ein ökonomisch denkender Arbeitgeber wird sich überlegen: Wie lange habe ich jetzt Zeit und Geld in die Ausbildung dieses Mitarbeiters gesteckt? Ist es für mich rentabel, diesen Mitarbeiter rauszuwerfen?
In den meisten Fällen wird diese Frage wahrscheinlich mit “nein” zu beantworten sein. Kommt es trotzdem zur Kündigung, so erweckt dies den Anschein, dass der Arbeitgeber nur auf der Suche nach einem Kündigungsgrund war.
Gerade am Wochenende hatte ich dieses Thema zusammen mit einigen Jusos auf einem Seminar am Alfsee aufgearbeitet, und schon schreibt jetzt die mir eigentlich als konservative Zeitung bekannte FAZ in eine ähnliche Richtung: