Tauschbörsen, soweit das Web reicht
Im Internet gibt es viele Angebote, die sich um das Tauschen von gebrauchten Gegenständen drehen. Genannt sei hier nur hitflip.de, das bereits seit längere Zeit am Markt ist. Mit swapy.de will ein weiterer Mitbewerber den Markt betreten.
Die Betreiber von swapy.de sind noch nicht online, sammeln aber bereits jetzt viele Links durch das Betreiben eines Blogs zum Thema Tauschbörsen unter dieser Domain. Ob diese Strategie bei der Einführung von neuen Websites von Vorteil ist, möchte mal an dieser Stelle in Frage stelle. Wie der Betreiber selbst auf einer Seite beschreibt, kommen bereits die ersten User über Suchmaschinen auf die Seite und sind entsprechend enttäuscht, weil sie nicht das finden, was sie erwartet hatten.
Ob diese Websurfer nach dem (richtigen) Start von swapy.de noch einmal wieder auf die Seite kommen? Ich glaube nicht.
Der Name des Projektes hat einen schönen Klang: Swapy klingt nach engl. to swap, was tauschen bedeutet. Dazu stelle ich mir jetzt noch ein niedliches Maskottchen vor als Symbolträger der Website vor.
Problematisch könnte allerdings werden, dass ein anderer Webmaster die phonetisch ähnlich klingende Domain swappy.de benutzt. Da die bisherige Verlinkungsstragie aber darauf hindeutet, dass das swapy-Team Traffic über Suchmaschinen akquirieren will und nicht über Mediaeinsatz, dürfte die Domainfrage nicht zum Problem werden.
Das Logo erinnert mit den hoch- und tiefgestellten Buchstaben ein bisschen an das Ebay-Logo. Der Slogan “tauschen statt kaufen” ist für eine Tauschbörse zwar passend, aber nicht besonders originell. Für das Logo würde ich einen Designer beauftragen – diese Dienstleistung ist bereits unter 100 Euro erhältlich. Als Slogan wäre z. B. “Es muss nicht immer kaufen sein.” weitaus weniger abgedroschen (wenn man bei Google sucht, findet man für den bestehenden Slogan 100k+ Suchtreffer, bei der zuletzt genannten Variante nur 59).
Man darf gespannt sein, wie die Swapy-Betreiber mit einer neuen Tauschbörse bestehen wollen, wo doch Markt bereits mit großen Playern besetzt ist, die auch richtig Geld anfassen, um z. B. über Affiliate-Marketing etc. ihre Bekanntheit zu vergrößern. Ohne einen Blick auf das fertige Portal und die implementierten Features ist aber eine realistische Einschätzung schwer möglich.
Ohne einen Blick auf das fertige Portal und die implementierten Features ist aber…
die Tinte ist wohl ausgegangen
Hallo Torsten, vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel.
Wir sammeln aber keine Links, sondern Ideen und Vorschläge für die Tauschbörse. Schließlich soll es ja eine Web 2.0 Tauschbörse für Artikel (Spiele, Filme, Bücher und sonstiges) sein – also eine Mitmachtauschbörse. Deshalb hatten wir auch die Idee, dass die Mitmach-Aktion nicht erst bei Fertigstellung sondern viel früher, im Vorfeld passiert. So hat jeder die Möglichkeit aktiv, auch wenn es zunächst indirekt ist, an der Entwicklung der Tauschbörse mitzuwirken.
Ein Maskottchen als Symbolträger? An was hast du da gedacht?
Der Slogan: “Es muss nicht immer kaufen sein” ist zwar schön und trifft die Idee auf den Punkt, jedoch ist er ein wenig zu lang. Für Marketingmaßnahmen ist dieser aber sehr gut geeignet.
Hab dir eine Email geschrieben.
Herzliche Grüße
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